Sie sind hier: Aktuelles & Stellenangebote » 

Für jeden erreichbar: Bürgerstiftung spendet Defibrillatoren für Meller Ortsteile

NOZ 27.06.19, Melle: Anlässlich des 850. Geburtstages der Stadt Melle hat die Bürgerstiftung der Kreissparkasse (KSK) Melle ein besonderes Geschenk für alle Bürger parat. In Kooperation mit dem DRK

Freuen sich über ein gelungenes Projekt: Vorstand und Filialeiter der KSK, zusammen mit Klaus Wienke (Bürgerstiftung, sitzend rechts), Carsten Holtgrefe (sitzend links), Bürgermeister Reinhard Scholz (Mitte) sowie Dominik Linge (DRK). Foto: Christina Wiesmann

Kreisverband Melle wurden neun Defibrillatoren angeschafft, die rund um die Uhr für jedermann zugänglich sein werden.

„An einem plötzlichen Herztod stirbt in Deutschland alle vier bis sechs Minuten ein Mensch“, informiert Carsten Struck von der Firma Struck Medizintechnik. „Und das sind schon drastische Zahlen.“

Die Geräte seiner Firma werden nun in den SB-Bereichen der KSK-Filialen in den Meller Stadtteilen installiert. Für jedermann verfügbar, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Gelungene Kooperation

„Die Idee dazu kommt im Grunde genommen vom DRK, das Geld dazu von der Bürgerstiftung“, betont Dominik Linge, Ausbildungsbeauftragter beim DRK Kreisverband Melle. Linge freut sich über die gelungene Kooperation mit der KSK und die damit verbundene finanzielle Unterstützung durch die Bürgerstiftung der KSK, die dieses Projekt somit möglich gemacht hat.

„Das ist einfach toll, was hiermit für die Stadt und ihre Bürger gemacht wird“, freut sich auch Melles Bürgermeister Reinhard Scholz über die ersten Defibrillatoren in Melle, die rund um die Uhr für jedermann zugänglich sein werden. Zwar gibt es im Grönegau bereits etwa 80 solcher Geräte – die aber hängen in Firmen oder bei Sportvereinen und sind damit nicht für jeden erreichbar.

Dass die Geräte in den zentral gelegenen Sparkassenfilialen untergebracht werden, empfindet Scholz ebenfalls als „richtig gute Idee“.

„Wir wollen zum Stadtjubiläum etwas machen für die Meller Bürger. Denn: Unser Herz schlägt für Melle, und das in diesem Fall sogar im doppeldeutigen Sinn“, freut sich Frank Finkmann, Vorstandsvorsitzender der KSK, am Mittwochnachmittag bei der Präsentation der Defibrillatoren in der KSK-Hauptstelle an der Mühlenstraße. Er weist darauf hin, wie wichtig es ist, ein solches Gerät im Ernstfall in erreichbarer Nähe zu haben, um damit im Idealfall Leben retten zu können: „Da zählt jede Sekunde.“


Die Geräte werden in den einzelnen Filialen zudem in Kürze für alle Interessierten Bürger vorgestellt. „Jeder kann sie aktiv ausprobieren“, so Finkmann, „wichtig ist, die Scheu davor zu verlieren, sie im Ernstfall auch zu benutzen.“

Carsten Holtgrefe betont: „Es kann bei der Benutzung nichts falsch gemacht werden. Der einzige Fehler ist, gar nichts zu machen und das Gerät nicht zu nutzen.“

 

Ein Artikel von Christina Wiesmann

8. Juli 2019 10:11 Uhr. Alter: 10 Tage