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Auch Sperrmüll als Problem - Wenn Essensreste in Meller DRK-Containern landen

NOZ: Melle. „Es ist uns wirklich ein Anliegen“: Mit diesen Worten wandte sich jetzt Anke Beineke vom DRK-Kreisverband Melle an unsere Redaktion. Gleichzeitig präsentierte sie Fotos von Sperrmüll, der

Immer wieder Sperrmüll: Für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK bedeutet das viel Arbeit, die meist auch noch mit hohen Entsorgungskosten verbunden ist. Foto: Anke Beineke

immer wieder an den Altkleider-Containern der gemeinnützigen Organisation abgeladen wird. Zwei solche Container-Standorte bietet das DRK beispielsweise an seinem Zentrum an der Bismarckstraße an: einen hinter dem Haus unter einer Überdachung und einen direkt an der Straße. Beide Standorte sind logischerweise für jedermann zugänglich, denn das Rote Kreuz sammelt dort gut erhaltene tragbare Kleidung, Schuhe, Bettwäsche sowie Gardinen und Tischdecken. Der Erlös ist für die vielseitigen Aufgaben des DRK bestimmt. „Die Altkleidersammlung ist eine ehrenamtliche Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes“, hob Anke Beineke hervor.

Die jederzeitige Verfügbarkeit der Sammelbehälter wird aber gleichzeitig zum Problem: Irgendwelche Zeitgenossen laden dort immer häufiger Sperrmüll ab. Ausgediente Matratzen, Möbelstücke, Elektrogeräte, Lattenroste, Kinderwagen und Rollatoren finden sich dort in schöner oder besser unschöner Regelmäßigkeit. „In den vergangenen zwei bis drei Monaten müssen wir das verstärkt beobachten“, berichtete Anke Beineke.

Selbst am Container direkt an der Bismarckstraße, der von allen Seiten einzusehen ist, fanden sich vor wenigen Tagen alte vermuffte Matratzen.

„Alles wird unbrauchbar“

Noch ärgerlicher für die DRK-Leute und alle anderen Spender wird es aber, wenn stinkende Tierdecken und Tierkissen oder sogar Speisereste in die Altkleider-Container geworfen werden. „Dann ist der gesamte Inhalt des Containers unbrauchbar und wir müssen alles wegschmeißen“, ärgert sich die DRK-Mitarbeiterin. „Das sind doch keine Mülleimer“, schimpfte sie. „Wegschmeißen“ bedeutet zudem, dass die so unbrauchbar gewordenen Spenden als Müll kostenpflichtig entsorgt werden müssen.

Immerhin gebe es aber auch Leute, die sich vorher beim DRK erkundigen, ob sie bestimmte Gegenstände abgeben dürfen. „Denen geben wir dann andere Adressen, beispielsweise für Möbel die Möve in Osnabrück oder für Spielzeug und Geschirr die Caritas am Kohlbrink“, berichtete Anke Beineke.

Kleiderspenden dagegen könnten direkt im DRK-Zentrum an der Bismarckstr. 17 abgegeben werden oder in

„Aber bitte nur saubere und guterhaltene Kleidungsstücke, Stoffe und Schuhe“, appellierte Anke Beineke noch einmal an die Meller.

Ein Artikel von Christoph Franken.

16. Dezember 2019 10:00 Uhr. Alter: 242 Tage