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450 ehrenamtliche Helfer des DRK aus Niedersachsen helfen bei Flüchtlingsunterbringung seit dem Wochenende

- 5 neue Notunterkünfte in Niedersachsen werden vom DRK betreut.

Von links: Hermann Spang (Kreisbereitschaftsleiter DRK Osterholz), Volker Leopold (DRK-Kreisgeschäftsführer Osterholz), Dr. Ralf Selbach (Vorstandsvorsitzender DRK-Landesverband Niedersachsen), Günter Monsees (Kreisbereitschaftsleiter DRK Bremervörde), Rolf Eckhoff (DRK-Kreisgeschäftsführer Bremervörde), Henning Dageförde (DRK-Kreisgeschäftsführer Wesermünde), Sebastian Voß (Vorstand DRK-Landesverband Niedersachsen

09.09.15: Seit Freitag waren gut 450 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der DRK-Bereitschaften aus ganz Niedersachsen im Einsatz, um das Land bei der kurzfristigen Unterbringung und Betreuung von circa 1.000 weiteren Flüchtlingen gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen, der Feuerwehr, dem THW, der Polizei und Bundeswehr zu unterstützen. 2.300 Feldbetten und 6.500 Decken hat das DRK dafür zur Verfügung gestellt. Auch Notunterkünfte, die von anderen Hilfsorganisationen betrieben werden, wie etwa von der Johanniter Unfallhilfe in Lüchow-Dannenberg oder dem Malteser Hilfsdienst in Celle, hat das DRK am Wochenende kurzfristig unterstützt.

Außerdem hat das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport seit Freitag den DRK-Landesverband Niedersachsen mit der Einrichtung und dem Betrieb von Notunterkünften für Flüchtlinge in militärischen Einrichtungen beauftragt. Dabei handelt es sich zunächst um die Linsingkaserne in Hameln, die Jägerkaserne in Bückeburg, die Immelmann-Kaserne in Wietzenbruch bei Celle, die Richthofen-Kaserne in Wittmund sowie die Lützow-Kaserne in Schwanewede.

In Hameln hat der DRK-Kreisverband Weserbergland die Linsingkaserne am Wochenende in Windeseile für 350 Flüchtlinge bezugsfertig hergerichtet, so dass bereits am Sonntagabend die ersten Flüchtlinge dort untergebracht werden konnten.

Auch in der Immelmann-Kaserne hat das Celler DRK bereits mit der Bundeswehr die Räumlichkeiten hergerichtet, so dass dort gut 100 Flüchtlinge aufgenommen werden konnten.

In der Bückeburger Jägerkaserne haben die DRK-Kreisverbände Schaumburg und Melle am Wochenende dafür gesorgt, dass dort rund 240 Flüchtlinge eine Schlafmöglichkeit auf die Schnelle erhalten konnten.

Der DRK-Kreisverband Wittmund hat seit Sonntag kurzfristig die Richt­hofen-Kaserne in Wittmund für 200 Menschen bezugsfertig hergerichtet.

Zum 16. September soll in Schwanewede die Lützow-Kaserne für rund 1.000 Flüchtlinge bezugsfertig sein. Darum kümmern sich in Kooperation die DRK-Kreisverbände Wesermünde, Bremervörde und Osterholz.

"Wir unterstützen das Land Niedersachsen selbstverständlich nach unseren Möglichkeiten und Kräften bei der Unterbringung und Betreuung weiterer Flüchtlinge. Es ist unsere humanitäre Pflicht, den Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns fliehen, eine menschenwürdige Zuflucht zu bieten", erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Ralf Selbach.

Die genannten Einrichtungen können derzeit keine Sachspenden entgegennehmen. Das DRK vor Ort wird sich mit Angaben zu benötigten Spenden und Abgabestellen an die örtlichen Medien wenden.

Für die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit des DRK in Niedersachsen nimmt der DRK-Landesverband Niedersachsen Spenden entgegen: Norddeutsche Landesbank Hannover, BIC: NOLADE2HXXX
IBAN: DE40250500000101405405, Stichwort: Flüchtlingsarbeit

Zum DRK-Landesverband Niedersachsen gehören 46 Kreisverbände mit 1.165 Ortsvereinen. Rund 300.000 Mitglieder unterstützen seine Arbeit. 34.500 engagieren sich ehrenamtlich, davon 9.500 im Jugendrotkreuz und 6.500 in den Bereitschaften, die einen wesentlichen Beitrag für den Katastrophenschutz leisten. Im hauptamtlichen Bereich ist das Rote Kreuz in Niedersachsen Arbeitgeber für ungefähr 13.800 Menschen. In den 148 DRK-Rettungswachen sind gut 2.800 Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz. In den 355 Kindertagesstätten kümmern sich circa 2.800 Mitarbeiter/-innen um fast 23.000 Kinder. Für die ambulante Betreuung von Pflegebedürftigen stehen 78 Sozialstationen zur Verfügung. In 67 Pflegeheimen leben annähernd 6.000 Bewohner/-innen.

15. September 2015 08:35 Uhr. Alter: 4 Jahre